Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung (SAGST) vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

Offener Raum für Naturerfahrung und interkulturelle Begegnung: Stadtteilbauernhof Hannover

Rund 60 Nationen leben im Sahlkamp, dem kinderreichsten Stadtteil Hannovers. Neben zahlreichen Einfamilienhäusern ist das Quartier durch eine große Hochhaus-Siedlung geprägt. Knapp die Hälfte der dort lebenden Menschen besitzt einen Migrationshintergrund. Mitten in diesem sogenannten „sozialen Brennpunkt“ befindet sich der 1992 gegründete Stadtteilbauernhof. Sein Ziel: nachhaltige Stadtentwicklung durch integrierte Kinder- und Jugendarbeit sowie eine enge Vernetzung mit Eltern, örtlichen Bildungsinstitutionen und Einrichtungen der Jugendhilfe.

Die Begegnung von Mensch, Tier und Natur steht im Mittelpunkt der vielfältigen Aktivitäten auf dem Stadtteilbauernhof im Sahlkamp. Individuelle Handicaps spielen hier genauso wenig eine Rolle wie sozialer Satus oder kulturelle Wurzeln. So ist der Bauernhof mit seinem natur- und erlebnispädagogischen Angebot mittlerweile auch für Familien aus dem nahegelegenen Flüchtlingsheim zu einem wichtigem Stützpunkt im Wohnumfeld geworden. Das Betreuungs- und Mitmachprogramm vor Ort ist inklusiv und richtet sich somit an alle Kinder und Jugendlichen vom Krippen- bis zum Teenageralter. In respektvollem Miteinander gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich selbst, die umgebende Natur sowie die dort lebenden Tiere hautnah kennenzulernen.

Besonderen Wert legt der Träger SPATS e. V. (Solidarisch - Präventiv - Attraktiv - Tatkräftig - Sozial – Einrichtungen und Projekte der Selbsthilfe im Sahlkamp) auf ein „kontinuierliches und partizipatives Angebot, das bewusst Freiräume zulässt“, so die pädagogische Leiterin und Geschäftsführerin Angelika Bergmann. Dies ist eine wesentliche Erfahrung für Heranwachsende in einem sonst nur wenig anregungsreichen und eher anonymen Umfeld. Beim Stadtteilbauernhof jedoch kennt man sich und packt gemeinsam an: Ob es um die Versorgung der Ponys, Schafe, Ziegen, Esel, Schweine, Hühner und Co. geht oder um die Mithilfe bei der Arbeit im Bauerngarten. Darüber hinaus stehen regelmäßig auch Wollverarbeitung, Käseherstellung und Holzarbeiten auf dem Programm. Durch sinnhaftes Handeln und jahreszeitliche Naturerlebnisse in der Gruppe werden die Kinder in ihrer Entwicklung auf vielfache Weise gefördert und entfalten ihre Kreativität. Die Bewegung im Freien ist selbstverständlich, das Lernen mit- und voneinander ebenso.

Um den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen fortan noch besser gerecht zu werden, erfolgte jüngst eine komplette Umstrukturierung des ein Hektar großen Geländes. Hierbei konnten verschiedene bedarfsgerechte Bereiche für die täglichen Angebote am Vor- und Nachmittag geschaffen und das pädagogische Spektrum ausgeweitet werden. Neben einer speziell für Eltern und Kleinkinder konzipierten „Familieninsel“ als Treffpunkt am Nachmittag fand ein Umbau der bestehenden Werkstätten statt. Im Zentrum des Platzes wurde außerdem eine große Outdoor-Küche errichtet. Dem hohen Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder begegnete man mit gezielten Um- und Anbaumaßnahmen im Haupthaus. Seit 2018 befinden sich hier die Räumlichkeiten von zwei naturnah arbeitenden Kindertagesstätten für jeweils bis zu 22 Kinder im Vorschulalter sowie eine separate Krippengruppe: Die „Eselfreunde“ und die „KITA Wigwam“. Letztere wird von einem engen Kooperationspartner, dem Verein zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil Sahlkamp e. V., betrieben.

Gefördert wurde diese Maßnahme, die auch einen barrierefreien Zugang sowie behindertengerechte Sanitäreinrichtungen umfasste, von der Darmstädter Software AG – Stiftung (SAGST). „Der ganzheitliche, sozialraumorientierte Ansatz und die Förderung der Heranwachsenden auf dem Weg hin zu gesunden und umweltbewussten Menschen haben uns überzeugt“, begründet Konrad Lampart das Engagement der SAGST. Der verantwortliche Projektleiter unterstreicht: „Der Umgang mit Tieren und Erlebnisse in der Natur sind gerade für das Aufwachsen von Kindern in einem sozial benachteiligten Umfeld von großer Bedeutung. Hier wurde eine kindgerechte Oase geschaffen, die wichtige Entwicklungsmöglichkeiten für die ganze Familie bietet.“


Foto des Earthship in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof

Wie autark wollen wir leben? Wie CO2-neutral möchten wir wohnen? Wie ressourcenschonend können wir bauen? Fragen wie diese gaben vor fünf Jahren den Anstoß zum Bau des deutschlandweit ersten Earthship in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof.


Das Heydenmuehlen Team bedankt sich mit einem Gruppenfoto für die Spendenaktion

Bereits seit 2005 rufen die Medien der Echo-Gruppe zur jährlichen Spendenaktion auf. In 2019/20 kommen die Einnahmen fünf ausgesuchten Mehrgenerationen-Projekten in Südhessen zugute. Zu den geförderten Vereinen zählen „Zusammen in der Postsiedlung“ in Darmstadt, die Heydenmühle in Otzberg, die Generationenhilfe in Büttelborn und Oberzent sowie die Bürgerstiftung Heppenheim.


Bilddenkende Kinder auf einem Demeter-Bauernhof

Mit dem Phänomen der sogenannten Bilddenker haben sich bereits mehrere Projekte der Software AG – Stiftung befasst. Eine breit angelegte Studie der Universität Hamburg liefert nun weitere Erkenntnisse über die besondere Wahrnehmungsweise dieser Menschen und ermöglicht damit gezielte Förderung.


Begleitete Gartenarbeit

Sinnvolle Tagesstrukturen für psychisch Erkrankte und Menschen in Lebenskrisen bietet seit 2014 der Verein Echinos im Hochschwarzwald. Dabei setzt er auf die Kraft der Natur und sinnstiftende Tätigkeiten im Demeter-Gartenbau.