Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung (SAGST) vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

Wenn das Leben anders LÄUFT?! – Jugendliche Systemsprenger finden in der WERKstattSCHULE Heidelberg neuen Halt

Mit dem Jugendprojekt LÄUFT?! wendet sich der Heidelberger Verein WERKstattSCHULE an Schulverweigerer und Systemsprenger, die vom Jugendamt vermittelt werden. Sie haben häufig nicht nur einen besonders schwierigen familiären Hintergrund, sondern auch  Erfahrung mit Obdachlosigkeit, Drogenkonsum oder Jugendkriminalität. Diesen Heranwachsenden den nötigen Halt und Bildungsperspektiven (zurück)zugeben ist Ziel des Projekts.

Dabei geht es dem LÄUFT?!-Team vor allem darum, Kontakt und Vertrauen aufzubauen. Die Mitarbeiter machen deshalb Angebote, zwingen den 15- bis 25-Jährigen aber keine Strukturen auf. Die Pädagogen, Handwerker und Künstler setzen vielmehr auf Gemeinschaftserlebnisse, Ausflüge und praktische kreative Arbeit. Im alten Bahnbetriebswerk hat der Verein WERKstattSCHULE dafür die passenden Räume gefunden. Die denkmalgeschützten Backsteingebäude beherbergen die Büroräume und Werkstätten des Vereins. Hier können die jungen Erwachsenen u.a. mit Holz oder Stein arbeiten, Sitzmöbel oder Spielplatzelemente bauen und eigene Ideen entwickeln.

Aus einer solchen Idee heraus sind im Innenhof mehrere Hochbeete aus Holz entstanden. Hier gedeihen seit dem Sommer selbst gezogene Gurken, Tomaten und Kürbisse neben Kräuterbeeten. Vom Säen bis zur Ernte kümmern sich die Jugendlichen komplett eigenständig um den kleinen Garten. Einige von ihnen stehen inzwischen sogar regelmäßig in der hauseigenen Küche und verarbeiten das Geerntete zu Mittagessen für die ganze Gruppe. Darüber hinaus trägt die Idee weitere Früchte, denn aktuell schreiben die jungen Hobbyköche an ihrem ersten Kochbuch und machen damit deutlich, dass zum Lernen nicht allein der Kopf, sondern auch Herz, Hand und Fuß gehören.

Dass dieser handlungspädagogische Bildungsansatz funktioniert, erlebt Hendrikje Lorenz, Geschäftsführerin der Vereins  WERKstattSCHULE auch an ganz anderer Stelle: „Dieses Jahr haben drei unserer Jugendlichen sehr erfolgreich ihren Hauptschulabschluss geschafft“, erzählt sie. „Sie haben sich zum Lernen immer hier bei uns getroffen und sich vor den Prüfungen auch ihr ‚Tschakka‘ bei uns abgeholt. Nach den Prüfungen sind sie wieder ins Projekt gekommen, um zu berichten, wie es gelaufen ist.“ Das zeige anschaulich, so Lorenz, welchen emotionalen Halt die Mitarbeitenden und die Gruppe geben.

Neben Läuft?! engagiert sich der Verein WERKstattSCHULE auch mit Workshops und Berufsfindungswochen an zahlreichen Schulen in der Region. Zwischen Weinheim, Buchen und Karlsruhe gibt es aktuell 70 Kooperationen, in denen praktisches, technisches und handwerkliches Arbeiten vermittelt wird.


Die Produktionskette industriell verarbeiteter Lebensmittel ist mitunter lang und damit für den Verbraucher oftmals intransparent. Was die wenigsten wissen: Verpackte Lebensmittel werden zur Qualitätskontrolle häufig einer Röntgenuntersuchung unterzogen, auf die Produzenten und Handel nicht explizit hinweisen müssen. Möglicherweise zu Unrecht, wie Dr. Uwe Geier im Interview herausstellt.


Bei ACT e.V. lernen junge Menschen, wie sie Regie über ihr eigenes Leben führen können. Eine zentrale Rolle für die Bildungsinitiative spielen „Anerkennung, Communication und Teilhabe“ sowie ein gemeinsames Projektziel.


In Thüringen findet eine finanzielle Benachteiligung freier Schulen statt, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des „Instituts für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung aus Halle. Grundlage der Untersuchung bilden die Ermittlung und der Vergleich schulformbezogener Kosten an öffentlichen Bildungseinrichtungen und solchen in freier Trägerschaft.


Im Partnerschaftsprojekt TUSCH entstehen wertvolle Impulse für eine neue Lern- und Unterrichtskultur sowie eine lebendige Theaterentwicklung. Dabei verbinden sich freie Theaterensembles mit Schulen aus Darmstadt und bringen unterschiedliche Produktionen auf die Bühne.