Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung (SAGST) vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

BERAS-Stiftung: Regionale Kreisläufe stärken und den internationalen Austausch unterstützen

Die intensive Agrarindustrie der Ostsee-Anrainerstaaten hat zu einer extremen Belastung der Ostsee geführt: Artenvielfalt und das Gleichgewicht unserer Natur sind massiv bedroht. Vor diesem Hintergrund sucht eine Initiative aus Schweden schon seit vielen Jahren nach Lösungswegen, die hin zu einer ökologisch-nachhaltigen Landwirtschaft sowie entsprechenden Ernährungs- und Versorgungskonzepten führen. Ihr Kürzel BERAS steht für „Building Ecological Recycling Agriculture and Societies“ und deutet bereits an, worum es den Projektverantwortlichen geht: Sie nutzen den reichen Erfahrungsschatz sowie die Grundlagen der biologisch-dynamischen und ökologischen Landwirtschaft, um Antworten auf die drängenden Herausforderungen für Mensch und Umwelt zu finden. „BERAS hat in den letzten 15 Jahren nicht nur wissenschaftliche Grundlagen entwickelt, sondern vor allem konkrete Beispiele für ihre Umsetzung identifiziert und unterstützt“, betont SAGST-Projektleiter Cornelius Sträßer. „Darin verbinden sich Landwirte, Verarbeiter, Händler, Küchenchefs, politische Entscheidungsträger und öffentliche Verwaltung, um gemeinsam Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen.“

Seit 2015 führt die BERAS International Foundation diese Arbeit als Stiftung fort. Kooperationspartner sind unter anderem das internationale Forschungsnetzwerk Food Quality and Health (FQH) und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in der Schweiz. Zu ihren wichtigsten Projekten gehört die Aufklärung über den Nutzen der ökologischen Kreislauf-Landwirtschaft, für die Wissenschaftler und Berater umfangreiche praxisorientierte Richtlinien erarbeitet haben. Die von BERAS konzipierte „Diet for a Green Planet“ beispielsweise regt dazu an, in öffentlichen Kantinen, aber auch in Privathaushalten möglichst viele ökologisch und regional produzierte Lebensmittel zu verwenden. Solche „Sustainable Food Societies“ stellen eine konkrete Umsetzung regionaler Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette dar. Ein besonders herausragendes Beispiel dafür ist die Kooperation mit der schwedischen Stadt Södertälje, wo täglich ca. 24.000 Schul-Essen zu mehr als 60 Prozent aus regionalen Öko-Produkten zubereitet werden.

Um dieses reichhaltige Wissen im internationalen Austausch weiterzuentwickeln, hat sich die BERAS-Stiftung auf Anregung der SAGST dem internationalen Forschungsnetzwerk Organic Food System Programme (OFSP) angeschlossen. Im Rahmen von OFSP ist BERAS seit 2017 als Kerninitiative Teil eines zehnjährigen UN-Programms für nachhaltige Ernährungssysteme im Rahmen der UN-Agenda 2030. „Wir freuen uns sehr, dass es BERAS und OFSP gelungen ist, die Lösungsansätze, die aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft sowie assoziativen Wirtschaftsformen entstehen, in den internationalen Diskurs einzubringen. Durch ihre Förderung konnte die Software AG – Stiftung auf diese Weise mit dazu beitragen, dass diese Ansätze von den Vereinten Nationen diskutiert und veröffentlicht werdensowie auch in internationale Politik-Empfehlungen einfließen“, unterstreicht Cornelius Sträßer. „Ausgehend von den konkreten ökologischen Herausforderungen der Ostsee-Region ist ein globales Netzwerk entstanden, das sicherlich noch viele heilsame Impulse in die Welt tragen wird.“


Großer runder Tisch mit kleinen Stühlen

In der Straßburger Kinderkrippe „La Petite Table Ronde“ arbeiten Pädagogen und Eltern verlässlich Hand in Hand. So auch bei Umbau und Sanierung des in die Jahre gekommenen Wohnhauses der waldorfpädagogisch arbeitenden Initiative.


Backstube mit Holzofen und frisch gebackenen Broten im Vordergrund

Wie bei der namensgebenden Dreipunkt-Regel beim Bouldern, dem Klettern ohne Seil, geht es der Stiftung Dreipunkt aus Luzern in der Schweiz darum, jungen Erwachsenen in sozial schwierigen Lebensumständen Stabilität und Sicherheit zu geben.


Mädchen mit Akkuschrauber in der Hand

Mit dem Jugendprojekt LÄUFT?! wendet sich der Verein WERKstattSCHULE an Systemsprenger zwischen 15 und 25 Jahren. Ihnen den nötigen Halt und Bildungsperspektiven (zurück)zugeben ist Ziel des Projekts.


Dr. Uwe Geier

Die Produktionskette industriell verarbeiteter Lebensmittel ist mitunter lang und damit für den Verbraucher oftmals intransparent. Was die wenigsten wissen: Verpackte Lebensmittel werden zur Qualitätskontrolle häufig einer Röntgenuntersuchung unterzogen, auf die Produzenten und Handel nicht explizit hinweisen müssen. Möglicherweise zu Unrecht, wie Dr. Uwe Geier im Interview herausstellt.