Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

Direktes Naturerleben für Kindergartenkinder

Foto: Alina Wader

Im Wald- und Wiesenkindergarten in Tückhude, in der Gemeinde Golchen, beginnt der Morgen für alle draußen an der frischen Luft. Ganz egal bei welchem Wetter, die Kinder bewegen sich den ganzen Tag  in der  freien Natur, ganz ohne räumliche Enge oder städtische Lärmkulisse. Auf diese Weise können die Kleinen ihre Umgebung mit allen Sinnen wahrnehmen und erkunden. Ausgerüstet mit Gummistiefeln und Matschhosen spielen die Drei- bis Fünfjährigen zwischen den Bäumen und Sträuchern, was ihre Phantasie hergibt. So entstehen zum Beispiel Ritterburgen oder Piratenschiffe aus Ästen, alten Baumstämmen und Steinen.  Dabei wir das Spiel der Kinder nicht durch Spielzeug vorgegeben, sondern kann sich frei entfalten.

Ganz nebenbei entwickelt sich ein gesundes soziales Miteinander und die Kindergartenkinder lernen, Buchen von Eichen zu unterscheiden oder verschiedene Vogelarten zu erkennen. Sie beobachten Käfer und Ameisen in ihrem natürlichen Lebensraum und erfahren etwas über die „Aufgaben“ von Insekten im Wald. Die Idee dahinter: Wer in früher Kindheit die Natur in ihrer Vielfalt erlebt, wird später im Leben einen anderen Blick auf die Umwelt haben.

Dieses Betreuungsangebot im Wald- und Wiesenkindergarten zieht vor allem junge Familien aus dem Umland an, die einen großstädtischen Hintergrund mitbringen. Denn in der Region Mecklenburgische Seenplatte ist der Naturkindergarten eine von noch wenigen reformpädagogischen Einrichtungen.
„Initiativen wie diese“, verdeutlicht Timotheus Wersich, verantwortlicher Projektleiter bei der SAGST, 
„sind Multiplikatoren reformpädagogischer Ansätze im ländlichen Raum. Neben den Kindern und Eltern profitieren besonders die Dorfgemeinschaften. Die zugezogenen jungen Familien bringen sich nicht nur engagiert in das Projekt und die Nachbarschaft ein, auch die gesamte Region gewinnt neue Perspektiven.“


Das Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) wurde vor 37 Jahren in Oberwil in der Schweiz gegründet und widmet sich sämtlichen Forschungsfragen, die den biologischen Landbau betreffen. Weltweit ist das FiBL, das heute in Frick (Kanton Aargau) angesiedelt ist, die größte Forschungseinrichtung dieser Art und genießt eine hohe Reputation.

Das Projekt Humussphäre befasst sich mit humusaufbauenden und energiesparenden Methoden in der Landwirtschaft. Durchgeführt wird es seit März 2005 auf dem biologisch-dynamisch bewirtschafteten Betrieb Hof Hollergraben in Ostholstein. Klaus Strüber, Leiter des Betriebes und Initiator des Projekts, arbeitet gemeinsam mit einem Team von Fachleuten daran. Beauftragt wurden sie mit diesem Forschungsversuch von der Bremer Gesellschaft für Landwirtschaft und Pädagogik e. V. 

Die Villa Purzellino ist der einzige Schulkindergarten für sprachbehinderte und besonders förderungsbedürftige Kinder in der Region Hochschwarzwald. Träger ist der Freundeskreis für förderungsbedürftige Kinder und Jugendliche Hochschwarzwald e.V., der seit mittlerweile 30 Jahren therapeutisch Kinder mit Sprach- und Sprechstörungen – seien sie körperlich, psychisch oder geistig bedingt – betreut.

Auch mit einer Demenzerkrankung in Würde alt werden, Lebensqualität erhalten und dabei so selbstbestimmt und selbständig wie möglich bleiben – dieser Herausforderung nimmt sich in Obersteinbach, einem kleinen Dorf in Franken, der Verein für ambulante Sozialdienste e.V. an. Mit einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft wurde ein bis dahin in Bayern kaum bekanntes Modell für eine neue Wohn- und Lebensform Demenzkranker geschaffen.