Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

 

Positive Bilanz: Gemeinwohl-Ökonomie an Schulen

Foto: Charlotte Fischer

Verantwortungsvolles Wirtschaften umfasst mehr als den Blick auf Einnahmen und Ausgaben. Wie transparent sind die Prozesse im Unternehmen? Welche Arbeitsbedingungen haben die Zulieferer? Sind die produzierten Waren oder angebotenen Dienstleistungen gut für Mensch und Umwelt? Die vor knapp zehn Jahren von dem österreichischen Aktivisten Christian Felber initiierte Gemeinwohl-Ökonomie schaut genauer hin und untersucht mit einem alternativen Bilanzierungsverfahren, ob und wie ein Unternehmen dem Wohle aller dient.

In einem von der Software AG – Stiftung initiierten Pilotprojekt hat mit der Waldorfschule Wetterau in Bad Nauheim nun erstmals eine Freie Schule in Deutschland eine solche Gemeinwohl-Bilanz erstellt und eine entsprechende Zertifizierung erhalten. „Dem anthroposophischen Menschenverständnis und unserem pädagogischen Konzept liegen Werte zugrunde, die seit jeher am Gemeinwohl orientiert sind“, erläutert Jana Theurer, Geschäftsführerin der Schule. „Dies zu verdeutlichen und über das Wertesystem eines verwandten Impulses in einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden“, fügt Autorin und Koordinatorin Birgit Brauburger  hinzu, „ist uns mit dem Projekt gelungen.“ Für die Bilanzierung spielen Werte wie Nachhaltigkeit, Mitentscheidung oder Gerechtigkeit eine zentrale Rolle – und das in Bezug auf alle mit dem Unternehmen verbundenen Gruppen wie etwa Lieferant*innen, Mitarbeitende und Kund*innen, aber auch das weitere gesellschaftliche Umfeld. Die Analyse der beiden abgeschlossenen Geschäftsjahre 2015 und 2016 durch eine externe Auditorin ergab ein sehr gutes Ergebnis: Die Gemeinwohl-Bilanzsumme der Schule liegt zwischen den Stufen „erfahren“ und „vorbildlich“.

Eingebettet ist das Ganze in einen umfassenden Schulentwicklungsprozess, in dem das Kollegium gemeinsam mit Schüler*innen und Eltern zukunftsfähige Strategien für die Weiterentwicklung der Schule diskutierte. Parallel dokumentierten die Verantwortlichen ihre Arbeit in einem umfangreichen Reader, der interessierten Schulen sowie anderen sozialen Einrichtungen wertvolle Anregungen für die eigene Bilanzierung, aber auch die Weiterentwicklung der Gemeinwohl-Matrix selbst geben kann. „Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein starker Veränderungshebel, um auf wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene Entwicklungen in Gang zu bringen“,  ist Andreas Rebmann überzeugt, der das Projekt vonseiten der Software AG – Stiftung begleitet hat. „Wir freuen uns über den erfolgreichen Abschluss des Pilotprojekts und hoffen, dass viele weitere Bildungseinrichtungen von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren und ihre Gemeinwohl-Potentiale künftig noch besser darstellen können.“


Die Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn ist eine staatlich anerkannte Kunsthochschule in freier Trägerschaft mit universitären Studiengängen. Neben den Bildenden und Darstellenden Künsten bietet sie Studiengänge in künstlerischen Therapien, Architektur, Bildungswissenschaft und Betriebswirtschaft an. Diese Kombination macht die Hochschule zu einem Ort, an dem künstlerische Bildung mit Wissenschaft und Forschung in einen fruchtbaren Dialog tritt und somit die ganzheitliche Entwicklung der...

Seit Herbst 2007 gibt es die Möglichkeit, an der Donau-Universität Krems in Österreich einen dreijährigen Masterstudiengang in Waldorfpädagogik zu absolvieren. Dies kann als Meilenstein hinsichtlich der wissenschaftlichen Anerkennung und der Internationalisierung der Waldorfpädagogik gelten.

Das Forschungsinstitut für Biologischen Landbau (FiBL) wurde vor 37 Jahren in Oberwil in der Schweiz gegründet und widmet sich sämtlichen Forschungsfragen, die den biologischen Landbau betreffen. Weltweit ist das FiBL, das heute in Frick (Kanton Aargau) angesiedelt ist, die größte Forschungseinrichtung dieser Art und genießt eine hohe Reputation.

Das Projekt Humussphäre befasst sich mit humusaufbauenden und energiesparenden Methoden in der Landwirtschaft. Durchgeführt wird es seit März 2005 auf dem biologisch-dynamisch bewirtschafteten Betrieb Hof Hollergraben in Ostholstein. Klaus Strüber, Leiter des Betriebes und Initiator des Projekts, arbeitet gemeinsam mit einem Team von Fachleuten daran. Beauftragt wurden sie mit diesem Forschungsversuch von der Bremer Gesellschaft für Landwirtschaft und Pädagogik e. V. 

Die Villa Purzellino ist der einzige Schulkindergarten für sprachbehinderte und besonders förderungsbedürftige Kinder in der Region Hochschwarzwald. Träger ist der Freundeskreis für förderungsbedürftige Kinder und Jugendliche Hochschwarzwald e.V., der seit mittlerweile 30 Jahren therapeutisch Kinder mit Sprach- und Sprechstörungen – seien sie körperlich, psychisch oder geistig bedingt – betreut.