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Der Mensch im Mittelpunkt: Multimedia-Reportage über Anthroposophische Medizin

Ob Misteltherapie, Heileurythmie oder auch der umfassende, ganzheitliche Blick auf Krankheit und Gesundwerden – mit ihrer integrativen Ausrichtung hat die Anthroposophische Medizin heute einen festen Platz in der medizinischen Versorgung. 2020 feiert sie ihren hundertsten Geburtstag: 1920 entwickelte Rudolf Steiner gemeinsam mit der Ärztin Ita Wegman Anregungen dafür, wie das anthroposophische Menschenbild die konventionelle Medizin erweitern und bereichern kann.

Anlässlich des Jubiläums und mit Unterstützung der Software AG – Stiftung hat der unabhängige Bürger- und Patientenverband „GESUNDHEIT AKTIV“ begleitend zur Sonderausgabe seines Printmagazins eine aufwendige Multimedia-Reportage produziert. Unter der Federführung der Hamburger Journalistin Annette Bopp werden darin Menschen befragt, die Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen geben: „Es war uns wichtig, von den Erlebnissen der Patientinnen und Patienten auszugehen“, so Annette Bopp. „Schließlich stellt die Anthroposophische Medizin den Menschen in den Mittelpunkt und setzt auf ein respekt- und vertrauensvolles Miteinander von Arzt, Therapeut und Patient.“ Die Rolle der medizinischen Fachleute bestehe darin, die Patienten dabei zu unterstützen, sich selbst aktiv an der Therapie zu beteiligen und dadurch für sich entscheidungsfähig zu werden. „Das ist meiner Meinung nach die Kernkompetenz und auch das ungeheuer Zukunftsfähige der Anthroposophischen Medizin“, betont die Journalistin.

Patientengeschichten im Zentrum
Die Reportage belegt eindrucksvoll, welchen Unterschied es macht, wenn die Menschen auf diese Weise miteinbezogen werden und selbst aktiv zum Gesundungsprozess beitragen können. Im Zentrum stehen die Erfahrungen des ehemaligen Waldorflehrers Dieter Wittmann, der vor 17 Jahren mit einer plötzlich dramatisch eingeschränkten Herzfunktion konfrontiert war. Eine Transplantation erschien damals aus schulmedizinischer Sicht dringend angeraten, doch er konnte sich mit dieser Lösung nicht anfreunden: „Für mich ist das Herz keine Pumpe und mein Körper keine Maschine, deren Teile man einfach auswechseln kann.“

Dieter Wittmann wendet sich an das Paracelsus-Krankenhaus in Unterlengenhardt im Nordschwarzwald. Dort entwickeln die Ärzte und Therapeuten für ihn ein Programm, das neben der schulmedizinischen Medikation auch anthroposophische Arzneimittel und verschiedene äußere Anwendungen sowie manuelle Therapien einbindet: Einreibungen, Wickel und Auflagen, Rhythmische Massagen sowie die Bewegungstherapie Heileurythmie. Nach vielen Wochen ist er soweit stabilisiert, dass er eine Reha antreten und später mit einer deutlich verbesserten Herzfunktion Schritt für Schritt in seinen Alltag zurückkehren kann. In den folgenden Jahren erlebt Dieter Wittmann noch etliche, teils heftige Rückschläge, dennoch folgt er seinem inneren Impuls und findet mithilfe der Anthroposophischen Medizin einen Weg, sich immer wieder zu stabilisieren.

„Anthroposophische Medizin arbeitet auf der Grundlage der Naturwissenschaften, bezieht aber auch seelische, geistige und soziale Aspekte des Menschen mit ein“, erklärt SAGST-Vorstand Peter Augustin. „Schicksale wie das von Dieter Wittmann sowie die anderen drei Patientengeschichten der Reportage zeigen, wie heilsam ein solcher ganzheitlicher Ansatz sein kann. Deshalb freuen wir uns sehr, mit der Multimedia-Reportage im Jubiläumsjahr einen kommunikativen Brückenschlag zu ermöglichen, der das große Potenzial dieser seit ihren Anfängen integrativen Medizin anschaulich macht.“

Weitere Informationen und Einblicke in die Anthroposophische Medizin bieten auch die Website des Dachverbands Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) „100 Jahre Zukunft“ sowie die Jubiläumsausgabe des Printmagazins von „GESUNDHEIT AKTIV“.