Die von uns geförderten Projekte sind 
unsere Fenster in die Welt.

Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Einkaufen und genießen: Das neue Hofcafé der Fleckenbühler

Im Rhein-Main-Gebiet sind sie vielen vertraut: Produkte und Dienstleistungen der „Fleckenbühler“, etwa hochwertige Backwaren und Käse aus eigener, biodynamischer Produktion, aber auch Catering oder Hilfe beim Umzug. Seit 1984 bewirtschaftet die Lebensgemeinschaft ein Hofgut in Cölbe bei Marburg nach den Richtlinien des Demeter-Verbands. Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen finden hier unbürokratisch Aufnahme. Ziel ist es, wieder selbstbestimmt und dauerhaft suchtfrei zu leben. Unterstützung leisten dabei Mitarbeitende, die sich aufgrund ihrer eigenen früheren Suchterfahrungen besonders gut in die Lage der Betroffenen einfühlen können.

Mittlerweile betreiben die Fleckenbühler mehr als nur eine Suchthilfeeinrichtung, neben dem Hof in Cölbe auch in Frankfurt und in Willinghausen bei Alsfeld, wo es ein Haus für Jugendliche gibt. Insgesamt leben und arbeiten rund 200 Personen an allen drei Standorten, viele weitere werden vorübergehend Teil der Gemeinschaft. „Die Fleckenbühler setzen die Idee der Hilfe zur Selbsthilfe in vorbildlicher Weise um“, erklärt SAGST-Projektleiter Konrad Lampart. „Die biodynamisch zertifizierte Landwirtschaft mit den verschiedenen Verarbeitungsbereichen ist zudem ein ökologischer Musterbetrieb, der sich auch sozial und kulturell für die Region engagiert.“

Die Software AG – Stiftung fördert die Fleckenbühler und ihre verschiedenen Aktivitäten seit vielen Jahren, zuletzt den Umbau eines großzügigeren und barrierefrei erreichbaren Hofladens mit Café am Stammsitz in Cölbe. Neu ist auch ein Außenbereich mit 50 Sitzplätzen. „Mit dem Hofcafé sind neben einem attraktiven Treffpunkt auch zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze entstanden“, erklärt Konrad Lampart. Im alten Hofladen waren drei Fleckenbühler beschäftigt, im erweiterten Laden und Hofcafé arbeiten bis zu zehn Personen, fünf davon auf Ausbildungsplätzen in den Bereichen Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe. So können auch in der 2017 fertiggestellten Festscheune häufiger kulturelle und gastronomische Veranstaltungen stattfinden.