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„Inspiration Biene“

„Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen“: Wann immer man etwas über die Bedeutung der Bienen für unsere Gesellschaft hört oder liest, darf dieses Zitat nicht fehlen. Zugeschrieben wird es nicht etwa dem ersten US-Präsidenten George Washington, der geimkert haben soll, weil er verrückt nach Honigkuchen war, oder dem neuseeländischen Imker Sir Edmund Hillary, dem 1953 mit einer 5-Pfund-Dose Honig im Gepäck die Erstbesteigung des Mount Everest gelang. Als Zitatgeber gilt vielmehr der Physiker Albert Einstein, von dem nicht überliefert ist, dass er je eine besondere Beziehung zu Bienen gehabt hätte.

Mittlerweile weiß man: Einstein hat mit großer Wahrscheinlichkeit den viel zitierten Ausspruch so nie getätigt. Dessen unbeschadet passt er gut zum Projekt „Inspiration Biene“, in dem sich naturwissenschaftliche Kompetenzen und ein ganzheitlicher Bildungsansatz begegnen. Es umfasst neben umfangreichen Unterrichtsmaterialien, die Autorinnen und Autoren aus der ganzen Bundesrepublik entwickelt haben, auch ein 160 Seiten starkes Sachbuch, das im Frühjahr 2020 als gemeinsame Publikation von Aurelia-Stiftung und Klett MINT, eine zur Klett-Verlagsgruppe gehörende Agentur für Bildungskommunikation, erschienen ist.

Ansinnen des Buches aus der Feder von Thomas Radetzki (Bienenbotschafter und Aurelia-Vorstand) sowie Matthias Eckoldt (Wissenschaftsjournalist und Bestsellerautor) ist es, den Leser ins Staunen über die Phänomene der Natur zu versetzen. Dabei will es ihn – wie der Titel vermuten lässt – mit seinen Geschichten aus der Welt der Bienen jedoch nicht nur faszinieren, sondern auch zum Nachdenken und Handeln inspirieren.

„Inspiration Biene“ – so heißt es im Vorwort – „lädt zu einer Entdeckungsreise ein, auf der man sich neugierig lauschend dem Wesen der Bienen nähern und dabei immer auch etwas über die Prinzipien des Lebens erfahren kann.“  Diese rasante Fahrt durch den Stock, sagt Fernsehmoderator Max Moor über das Buch, zeige eindringlich, „dass wir die Wild- und Honigbienen nur retten werden, wenn wir uns selbst zu retten verstehen.“

Vor diesem Hintergrund hat die Software AG – Stiftung (SAGST), die selbst ein gutes Dutzend Bienenvölker hält, das Projekt gerne begleitet und den Prozess sowie die Erstellung von 12.500 Exemplaren finanziell unterstützt. Sie sollen unentgeltlich nicht nur an interessierte Lehrerinnen und Lehrer abgegeben werden. Ende März wurden bereits die ersten Bücher an mehr als 3.200 Adressen in Deutschland und weit darüber hinaus verschickt. „Auf der didacta 2019“, freut sich SAGST-Projektleiter Andreas Rebmann über die große Wirksamkeit des Buches, „sind auch Pädagogen aus Belgien, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Ungarn, der Schweiz und den Niederlande sowie aus China auf das Bildungsprojekt aufmerksam geworden.“ Inzwischen sind nun rund 9.000 Bücher vergriffen.