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Rotzfreches Spielmobil Darmstadt feiert 30-jähriges Jubiläum

Seit drei Jahrzehnten fährt der rot-gelbe Bus des „Rotzfrechen Spielmobils“ öffentliche Plätze an, um den  Heranwachsenden in Darmstadt ihr Recht auf Spiel zu ermöglichen. Das Besondere dabei: Das Team hat Bälle, Stelzen, Outdoor-Brettspiele und vieles mehr im Gepäck, um alle – vom Kleinkind bis zum Teenager – in Schwung zu bringen. Auch Mal-, Schmink- und Bastelangebote sind Teil des kostenfreien Mitmach-Konzepts.

In diesem Jahr feiert das Spielmobil, das wochenweise an einem anderen Standort im Stadtgebiet seine Zelte aufschlägt, 30-jähriges Bestehen. Die Idee dahinter geht zurück auf eine Initiative der SJD – Die Falken, ein aus der Arbeiterbewegung entstandener selbstorganisierter Jugendverband, in dem Kinder für ihre Interessen und Rechte eintreten. Die Falken gründeten 1990 einen eigenen Verein, um den ersten und bisher einzigen „rollenden Spielplatz“ der Stadt zu betreiben – und das bis heute mit großem Erfolg. Über 5.000 Heranwachsende nehmen jährlich – motiviert durch das Spielmobil – wieder häufiger die Gelegenheit wahr, draußen an der frischen Luft zu spielen, neue Freundschaften zu knüpfen sowie Partizipation und Selbstermächtigung zu erfahren. „Dabei kommen“, so Jana Weische von der Software AG – Stiftung, „ganz unterschiedliche Gruppen in einen sozialen Austausch.“

Genau diesen möchte die Stiftung stärken und hat sich deshalb auch dazu entschieden, das sogenannte Freundschaftsmobil finanziell zu unterstützen. Seit 2015 steuert es zwischen März und November  wöchentlich öffentliche Plätze in der Nähe von Wohnunterkünften junger Geflüchteter in Darmstadt an und bindet Kinder und Jugendliche ohne Fluchthintergrund aus der Nachbarschaft mit ein. Ziel ist es, für Abwechslung im Alltag zu sorgen, Begegnungsräume zu schaffen und so zu einem gelingenden Ankommen beizutragen. „Davon haben in den vergangenen fünf Jahren“, hebt Jana Weische die Wirksamkeit der Maßnahme hervor, „über tausend Mädchen und Jungen mit Fluchthintergrund profitiert – genauso wie alle anderen, die gemeinsam mit ihnen an den vielfältigen Aktivitäten des Freundschaftsmobils teilgenommen haben.“