Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Unterschiede leben – Lebenswelten verbinden

Foto: Theo Jansen

Menschen mit und ohne Behinderungen haben im Alltag kaum Berührungspunkte. Das wollen die Mitarbeiter, Besucher und Helfer des Inklusionsprojekts „ZwischenRäume“ in Darmstadt ändern und Brücken zwischen diesen zum Teil sehr verschiedenen Lebenswelten bauen.

„Uns ist wichtig, dass Unterschiede gelebt werden können, aber auch Begegnungen auf Augenhöhe entstehen. Daher schaffen wir Räume, in denen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen Zeit verbringen und in einen offenen Austausch kommen“, beschreibt Koordinatorin Elke Hitzel die Grundidee der Initiative, deren Herzstück das Café „ZwischenRaum“ ist. „Hier in der Adelungstraße“, so Marion Zepp, die ebenfalls  in der Projektkoordination tätig ist, „treffen sich Personengruppen, die sich im Alltag normalerweise selten begegnen, um gemeinsam Kaffee zu trinken oder eine Runde Tischkicker zu spielen.“ „Doch das ist längst nicht alles“, fügt Elke Hitzel hinzu.

Samstags laden die Betreiberinnen zum Buffet und auch unter der Woche erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm zu verschiedenen Kunst-, Kultur- oder Bildungsthemen. So werden die Räume häufig beispielsweise für Ausstellungen oder Lesungen und einmal im Monat auch für das Näh-Café genutzt. Barbara, Diana und Bea, drei ehrenamtliche Nähfrauen, reparieren dann kaputte Kleidungsstücke oder geben Tipps für eigene Nähprojekte.

Unterstützt durch Ehrenamtliche und Studierende im Praktikum konnte das Mitarbeiterteam ein inklusives Kursangebot ins Leben rufen, das auch Fragen wie „Was bedeutet Barrierefreiheit?“, „Was verstehen wir unter Teilhabe?“ ober „Was genau besagt die UN-Behinderten-Rechts-Konvention?“ aufgreift und sich an den Bedürfnissen der „ZwischenRaum“-Besucher orientiert. Vor diesem Hintergrund wurde vor Ort auch ein Trauer-Café eingerichtet, das jeden ersten Donnerstag im Monat Trauernden die Möglichkeit bietet, sich über ihre Gefühle auszutauschen. „Denn“, betont Marion Zepp, „Inklusion muss es in allen Lebensbereichen geben und nicht nur in einzelnen Ausschnitten. Deshalb machen wir uns mit „ZwischenRäume“ stark für die Teilhabe in Freizeit, Bildung, Sport, Kunst und Kultur.