Die Natur als Lebensgrundlage 
zukünftiger Generationen langfristig 
erhalten.

Die Natur als Lebensgrundlage zukünftiger Generationen langfristig erhalten.

Erziehung und Bildung sind ohne 
zwischenmenschliche Begegnung 
nicht denkbar.

Erziehung und Bildung sind ohne zwischenmenschliche Begegnung nicht denkbar.

Kinder und Jugendliche in ihrer 
Individualität und in ihren 
Entwicklungsmöglichkeiten 
bestärken.

Kinder und Jugendliche in ihrer Individualität und in ihren Entwicklungsmöglichkeiten bestärken.

Menschliche Begegnung ins 
Zentrum rücken.

Menschliche Begegnung ins Zentrum rücken.

Den Menschen in all seinen 
Dimensionen betrachten.

Den Menschen in all seinen Dimensionen betrachten.

   

Füreinander da sein in Erkrath

Kinder stärken, Jugendliche ermutigen und Familien fördern: Das ist das Ziel des 2012 gegründeten Vereins „füreinander“ in Erkrath. Im Stadtteil Sandheide, der als sozialer Brennpunkt gilt, setzt sich die Initiative mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Mit dem Spieltreff „MOSAIK“ sowie dem Jugendcafé „cube“ sind hier Orte der Begegnung entstanden, die nicht nur Raum für Gespräche, gemeinsames Spielen und Kochen geben, sondern vor allem auch ein familiäres Umfeld schaffen, in dem sich die Heranwachsenden inmitten der mehrstöckigen Wohnblöcke geborgen fühlen können.

Hervorgegangen ist der Verein aus dem Engagement der Evangelischen Freikirche in Erkrath, deren Gemeindemitglieder anfangs Spielenachmittage im Stadtteil veranstalteten. Da der Zulauf und das Bedürfnis nach einer festen Basis wuchsen, formierte sich daraus vor acht Jahren die Initiative „füreinander“. Sie ermöglicht den 6- bis 12-Jährigen, die regelmäßig ins „MOSAIK“ kommen, eine Vielzahl an Aktivitäten, die den Alltag ein wenig bunter gestalten. Die gemütlich eingerichteten Räume laden zum gemeinsamen Lesen, Toben oder Basteln ein. In der Küche können Mahlzeiten gemeinschaftlich zubereitet und anschließend zusammen am großen Tisch genossen werden. Wichtig dabei: Im „MOSAIK“ spielen digitale Medien keine Rolle, stattdessen locken Ausflüge und Pfadfindertreffen die Grundschüler*innen ins Freie. Hier wurden im letzten Sommer Hochbeete angelegt, die nicht nur von den „füreinander“-Familien gepflegt werden. Beim Anpflanzen, Gießen und Ernten helfen regelmäßig auch die Mädchen und Jungen aus dem örtlichen Kindergarten und dem Kinderhospiz. In dieser Gemeinschaft fühlen sich die „MOSAIK“-Kinder wahr- und bedingungslos angenommen, darin liegt die Stärke von „füreinander“.

Das „cube“ schließt nahtlos an die Arbeit des Spieltreffs an. Offen für alle ab 13 Jahren ist das Café an drei Abenden in der Woche eine Anlaufstelle für die Heranwachsenden des Stadtteils. In der Brechtstraße 8 können die Jugendlichen ihre Freizeit zwischen Billardtisch und Kartenspiel eigenständig gestalten, bekommen aber auch Hilfe bei Bewerbungen oder der schulischen Orientierung. Das Team will sie dabei unterstützen, individuelle und tragfähige Lebensperspektiven zu entwickeln. Hierzu kommen u. a. auch Mentor*innen aus der lokalen Wirtschaft ins „cube“, um von ihrer Arbeit zu erzählen, Tipps zu geben und Türen zu öffnen. Die jungen Menschen erhalten dadurch die Gelegenheit, Berufsfelder und Betriebe in der Region kennenzulernen und werden auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben begleitet. „Auf diese Weise“, hebt die verantwortliche Projektleiterin Elke Rahmann von der Software AG – Stiftung (SAGST) hervor, „werden verlässliche Beziehungen aufgebaut, die die Heranwachsenden in ihrer Entwicklung stärken.“ Um die Kinder- und Jugendhilfe in Sandheide auch weiterhin so anbieten zu können, wird „füreinander“ in den kommenden drei Jahren von der SAGST finanziell gefördert.