Die Natur als Lebensgrundlage 
zukünftiger Generationen langfristig 
erhalten.

Die Natur als Lebensgrundlage zukünftiger Generationen langfristig erhalten.

Erziehung und Bildung sind ohne 
zwischenmenschliche Begegnung 
nicht denkbar.

Erziehung und Bildung sind ohne zwischenmenschliche Begegnung nicht denkbar.

Kinder und Jugendliche in ihrer 
Individualität und in ihren 
Entwicklungsmöglichkeiten 
bestärken.

Kinder und Jugendliche in ihrer Individualität und in ihren Entwicklungsmöglichkeiten bestärken.

Menschliche Begegnung ins 
Zentrum rücken.

Menschliche Begegnung ins Zentrum rücken.

Den Menschen in all seinen 
Dimensionen betrachten.

Den Menschen in all seinen Dimensionen betrachten.

   

Gefühle im freien Fall: Borderline-Theaterprojekt „Achterbahn“

Das Borderline-Syndrom ist von vielen Mythen umgeben: So manche Künstlerpersönlichkeit soll darunter leiden und auch besonders exzentrische Figuren aus Filmen oder Büchern werden damit in Verbindung gebracht. Dabei ist diese psychische Störung im echten Leben weiter verbreitet als vermutet – allein in Deutschland sind über 1,2 Millionen Menschen betroffen. Sie erleben ihren Zustand als unkontrollierbare Achterbahnfahrt: Impulsive Reaktionen und starke Stimmungsschwankungen erschweren das Zusammenleben mit anderen und führen in die soziale Isolation.

„Psychische Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft immer noch ein Tabuthema“, bedauert SAGST-Projektleiter Konrad Lampart. „Das Achterbahn-Theaterprojekt der Darmstädter Initiative Trialog nutzt die Mittel der Kunst, um dem Publikum die Lebenswelt von Menschen mit Borderline-Syndrom näher zu bringen. Das erlaubt einen Perspektivwechsel und fördert das gegenseitige Verständnis.“

In den letzten Jahren sind bundesweit sogenannte „Trialoge“ entstanden, bei denen sich Betroffene, Angehörige und Fachleute auf Augenhöhe zum Austausch über das Borderline-Syndrom zusammenfinden. Auch in Darmstadt gibt es eine solche Initiative. Mit dem Theaterstück „Achterbahn“ wollen der Theaterpädagoge und Regisseur Kai Schuber-Seel sowie sein Team das Publikum dafür sensibilisieren, dass eine Borderline-Erkrankung jeden bzw. jede treffen kann und nichts ist, wofür man sich schämen muss. Sie entwickelten eine szenische Collage, deren Text auf Interviews mit Betroffenen, Personen aus ihrem Umfeld und PsychologInnen beruht.

Die ursprünglich fürs Frühjahr 2020 geplante Premiere musste inzwischen bereits zum zweiten Mal Corona-bedingt verschoben werden. Deshalb will das Ensemble nun online mit einer szenische Lesung sowie anschließenden Fachvorträgen Einblicke in die Theaterarbeit und die Entstehung des Projekts geben. „Mit diesem kreativen Ansatz, der Raum für Austausch und Fragen lässt“, so die PR-Verantwortliche Wasiliki Koulis, „wollen wir deutlich machen, wie wichtig – gerade in dieser besonderen Zeit – ein achtsamer Umgang miteinander ist“.

„Achterbahn“ – Borderline trifft Theater
Szenische Lesung am 12.11.2020 ab 19:00 Uhr
Im Anschluss (20:15 Uhr): Fachvorträge von Anja Link („Borderline Trialog – Die Chance geteilten Wissens“)

und Hans Gunia („Borderline-Persönlichkeitsstörung – Familie und Therapie“)

Mehr unter: http://trialog-darmstadt.de/virtuelles