Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

Lebenskräfte stärken: „Vitality – from Soil to Stomach“

Foto: N. E. Bach-Boesen

Während das Wissen über einzelne Inhaltsstoffe unserer Nahrung groß ist, stellt die Beschreibung qualitativer Aspekte immer wieder eine Herausforderung dar. Wie lässt sich etwa die Vitalität einer Pflanze untersuchen? Und welche Rückschlüsse ergeben sich daraus für die Nahrungsmittelqualität? Diesen Fragen geht der dänische Forscher Dr. Jens-Otto Andersen in seinem im Frühjahr 2019 erschienenen Buch „Vitality – from Soil to Stomach“ (ISBN 9788743008903) nach. In der von der Software AG – Stiftung geförderten Publikation beschreibt er Vitalität als Fähigkeit der Pflanze, ihre Lebensprozesse auch unter schwierigen Umständen aufrecht zu erhalten und eine gewisse Widerstandskraft zu entwickeln. Ein Beispiel dafür sind Gurken. Diese haben eine erstaunliche Kraft: Wenn man sie in zwei Zentimeter breite Stücle schneidet, können sie wieder zusammenwachsen. Dabei behalten sie ihre grüne Farbe und können auch die Besiedlung mit Pilzen abwehren. Diese Fähigkeit bildet einen interessanten Anhaltspunkt für die Vitalität der Pflanzen. In standardisierten Testreihen zeigte sich, dass Gurken aus biodynamischem und ökologischem Anbau den Pflanzen aus konventionellem Anbau in dieser Hinsicht deutlich überlegen waren.

Die biodynamische Landwirtschaft erzeugt durch Kompostierung und spezielle Präparate eine wichtige Grundlage für gesunde, vitale Böden. Jens-Otto Andersen leitet die dänische Biodynamisk Forskningsvereniging (BRAD), einen Verein, der sich für Forschungs- und Bildungsprojekte zur biodynamischen Landwirtschaft in Dänemark einsetzt und dabei auch seit vielen Jahren Aspekte der Nahrungsmittelqualität untersucht. Die aktuelle Buchveröffentlichung in englischer Sprache basiert auf einer früheren dänischen Fassung, die überarbeitet und durch aktuelle Beispiele aus weiteren europäischen Ländern ergänzt und aktualisiert wurde.

„Jens-Otto Andersen schafft es, die Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlichen Anbaumethoden, der Vitalität von Nahrungsmitteln sowie den körperlichen, seelischen und geistigen Fähigkeiten des Menschen anschaulich darzustellen“, so SAGST-Projektleiter Cornelius Sträßer. „Damit bringt er nicht nur einen ebenso tragfähigen wie umfassenden Qualitätsbegriff in die gesellschaftliche und wissenschaftliche Diskussion ein, sondern legt auch den Schluss nahe, dass besonders vitale Pflanzen die Grundlage für eine besonders gesunde Ernährung bilden.“


Den Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft können wir nicht mit Rezepten von gestern begegnen – diese Überzeugung liegt der Initiative „Schule im Aufbruch“ zugrunde. Mit Unterstützung der Software AG – Stiftung will sie ihre überregionale Beratungsarbeit weiter ausbauen und interessierte Schulen bei der Entwicklung neuer Lernkonzepte begleiten.


Im Theater RequiSiT verbinden ehemals suchtmittelabhängige Menschen unterhaltsames Improvisationstheater mit ernsten Gesprächen zum Thema „Sucht“, um Schülerinnen und Schüler zum Nachdenken anzuregen, widerstandsfähig zu machen und in ihrer Entwicklung zu stärken.


Seit fast hundert Jahren ergänzt die Anthroposophische Medizin die konventionelle Schulmedizin. Zunehmend stellen jedoch regulatorische Auflagen große Herausforderungen an die Zulassung der dazugehörigen Arzneimittel. Die internationale Forschungsvereinigung ESCAMP will mit wissenschaftlicher Grundlagenarbeit dauerhafte Zulassungsregelungen erreichen.


Vom Acker frisch auf den Cafeteria-Tisch: Studierende der Uni Witten/Herdecke bauen im Rahmen des Studium fundamentale Gemüse für die Gemeinschaftsverpflegung an. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Konzepts der Entwicklungsgesellschaft für ganzheitliche Bildung Annener Berg.