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Anthroposophische Arzneimittel sichern: Europäische Forschungsinitiative ESCAMP

Foto: C. Fischer

Der 2010 mit Sitz in Freiburg gegründete Verein ESCAMP (European Scientific Cooperative on Anthroposophic Medicinal Products) setzt sich für dauerhafte Zulassungsregelungen anthroposophischer Arzneimittel ein – in Europa und weltweit. Hier engagieren sich Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen aus sieben europäischen Ländern. Seit 2016 bearbeiten sie Forschungsprojekte in drei Bereichen: Neben wissenschaftstheoretischen Publikationen zu den Besonderheiten des ganzheitlichen Behandlungsansatzes der Anthroposophischen Medizin erstellen sie Metaanalysen zur Wirksamkeit und Sicherheit der eingesetzten Arzneimittel. Außerdem erstellt das Forschungsteam sogenannte Mustermonographien für regulatorische Zwecke. Diese dokumentieren wissenschaftliche Erkenntnisse über exemplarisch ausgewählte anthroposophische Arzneimittel und sollen eine fachlich fundierte Basis für eine dauerhafte europäische Zulassungsregelung liefern.

„Um die Anthroposophische Medizin auch in Zukunft politisch und rechtlich abzusichern, ist eine belastbare wissenschaftliche Grundlage unverzichtbar“, betont Silvia Eller, die das Projekt drei Jahre lang für die Software AG – Stiftung begleitet hat. „Insbesondere die intensive Arbeit an den Mustermonografien ist ein entscheidender Schritt, um hohe qualitative Standards für die anthroposophischen Medikamente zu schaffen und zu etablieren.“ „Dabei konnten die Mitarbeitenden von ESCAMP zeigen“, ergänzt Projektleiterin Sandra Würtenberger, die die aktuelle, zweite Förderperiode des Projekts betreut, „dass sie die gesteckten Ziele mit großer wissenschaftlicher Präzision und Sorgfalt verfolgen. Wir unterstützen ihre Arbeit, um die Anthroposophische Medizin als wichtiges Element einer integrativen Medizin zu erhalten und auszubauen.“