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BERAS-Stiftung: Regionale Kreisläufe stärken und den internationalen Austausch unterstützen

Die intensive Agrarindustrie der Ostsee-Anrainerstaaten hat zu einer extremen Belastung der Ostsee geführt: Artenvielfalt und das Gleichgewicht unserer Natur sind massiv bedroht. Vor diesem Hintergrund sucht eine Initiative aus Schweden schon seit vielen Jahren nach Lösungswegen, die hin zu einer ökologisch-nachhaltigen Landwirtschaft sowie entsprechenden Ernährungs- und Versorgungskonzepten führen. Ihr Kürzel BERAS steht für „Building Ecological Recycling Agriculture and Societies“ und deutet bereits an, worum es den Projektverantwortlichen geht: Sie nutzen den reichen Erfahrungsschatz sowie die Grundlagen der biologisch-dynamischen und ökologischen Landwirtschaft, um Antworten auf die drängenden Herausforderungen für Mensch und Umwelt zu finden. „BERAS hat in den letzten 15 Jahren nicht nur wissenschaftliche Grundlagen entwickelt, sondern vor allem konkrete Beispiele für ihre Umsetzung identifiziert und unterstützt“, betont SAGST-Projektleiter Cornelius Sträßer. „Darin verbinden sich Landwirte, Verarbeiter, Händler, Küchenchefs, politische Entscheidungsträger und öffentliche Verwaltung, um gemeinsam Verantwortung für unsere Umwelt zu übernehmen.“

Seit 2015 führt die BERAS International Foundation diese Arbeit als Stiftung fort. Kooperationspartner sind unter anderem das internationale Forschungsnetzwerk Food Quality and Health (FQH) und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in der Schweiz. Zu ihren wichtigsten Projekten gehört die Aufklärung über den Nutzen der ökologischen Kreislauf-Landwirtschaft, für die Wissenschaftler und Berater umfangreiche praxisorientierte Richtlinien erarbeitet haben. Die von BERAS konzipierte „Diet for a Green Planet“ beispielsweise regt dazu an, in öffentlichen Kantinen, aber auch in Privathaushalten möglichst viele ökologisch und regional produzierte Lebensmittel zu verwenden. Solche „Sustainable Food Societies“ stellen eine konkrete Umsetzung regionaler Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette dar. Ein besonders herausragendes Beispiel dafür ist die Kooperation mit der schwedischen Stadt Södertälje, wo täglich ca. 24.000 Schul-Essen zu mehr als 60 Prozent aus regionalen Öko-Produkten zubereitet werden.

Um dieses reichhaltige Wissen im internationalen Austausch weiterzuentwickeln, hat sich die BERAS-Stiftung auf Anregung der SAGST dem internationalen Forschungsnetzwerk Organic Food System Programme (OFSP) angeschlossen. Im Rahmen von OFSP ist BERAS seit 2017 als Kerninitiative Teil eines zehnjährigen UN-Programms für nachhaltige Ernährungssysteme im Rahmen der UN-Agenda 2030. „Wir freuen uns sehr, dass es BERAS und OFSP gelungen ist, die Lösungsansätze, die aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft sowie assoziativen Wirtschaftsformen entstehen, in den internationalen Diskurs einzubringen. Durch ihre Förderung konnte die Software AG – Stiftung auf diese Weise mit dazu beitragen, dass diese Ansätze von den Vereinten Nationen diskutiert und veröffentlicht werden sowie auch in internationale Politik-Empfehlungen einfließen“, unterstreicht Cornelius Sträßer. „Ausgehend von den konkreten ökologischen Herausforderungen der Ostsee-Region ist ein globales Netzwerk entstanden, das sicherlich noch viele heilsame Impulse in die Welt tragen wird.“