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Essen als Medizin? – Doku „The Food Cure“

Dass Ernährung und Lebensweise einen starken Einfluss auf unsere Gesundheit haben, ist heute allgemein bekannt. Doch kann man Essen gezielt als Medizin einsetzen, und das auch noch bei schweren Krebserkrankungen? Sechs PatientInnen haben genau dies getan: Im Kampf gegen den Krebs setzten sie auf eine strikt pflanzenbasierte und ökologisch produzierte Ernährung. Die Berliner Regisseurin Sarah Mabrouk hat die ProtagonistInnen aus Frankreich, der Schweiz, Kanada und den USA sieben Jahre lang mit der Kamera auf diesem Weg begleitet. Ihr Dokumentarfilm „The Food Cure” erlaubt bewegende Einblicke in die Schicksale der Betroffenen und befragt mehrere ExpertInnen aus dem Bereich der Integrativen Medizin sowie der Ernährungstherapie. Auch wenn die wissenschaftliche Erforschung der Ernährungsmedizin noch in den Kinderschuhen steckt, vermitteln die individuellen Geschichten im Film doch ein aufschlussreiches Bild davon, welche Faktoren bei einer solchen Umstellung von Bedeutung sind.

„Die Zuschauerinnen und Zuschauer des Films können an diesen bemerkenswerten Einzelfällen erleben, dass es einen wirksamen Zusammenhang zwischen Ernährung, Lebensmittelqualität und Gesundheit gibt“, findet SAGST-Projektleiter Cornelius Sträßer. Eine wichtige Rolle spiele dabei die Art und Weise, wie Lebensmittel angebaut werden – die ökologische (und noch stärker die biologisch-dynamische) Landwirtschaft setze hier entscheidende Maßstäbe. „Auch das Umfeld der Betroffenen sowie ihre inneren, seelischen Ressourcen sind offensichtlich von großer Bedeutung“, so Sträßer weiter. „Insofern regt der Film zum Nach- und Weiterdenken an. Wir hoffen, dass er zu einem breiteren gesellschaftlichen Diskurs beiträgt – über die Qualität unserer Lebensmittel ebenso wie über eine menschengemäße, ganzheitliche Medizin.“ Nicht zuletzt stelle sich angesichts der aktuellen Bedrohung durch das Corona-Virus die Frage, ob nicht auch hier gesunde Ernährung einen Beitrag zur Stärkung des Immunsystems sowie zur Aktivierung der eigenen Abwehrkräfte leisten könnte, wodurch schwere Verläufe unwahrscheinlicher würden.

Die ursprünglich für das Frühjahr 2020 geplanten Kinovorführungen mussten wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Aufgrund der nach wie vor geltenden Einschränkungen findet die weltweite Premiere des Films nun online statt: Ab dem 19. September steht „The Food Cure“ auf dem Video-Portal Vimeo kostenpflichtig in mehreren Sprachen zum Streamen bereit. Begleitend sind mehrere Live-Events geplant.