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Mit allen Sinnen Natur erleben: Schaumburger Bienenhaus

Foto: C. Fischer

Das Bienenhaus ist ein in dieser Form einzigartiger Ort für wissenschaftliche, pädagogische und kulturelle Veranstaltungen in Deutschland. Auf dem Gelände der Schaumburger Waldimkerei gelegen, beherbergt es zehn Bienenvölker, die die Besucherinnen und Besucher für die faszinierende Welt der Bienen begeistern und für Fragen, die das Ökosystem betreffen, sensibilisieren sollen. Mit allen Sinnen können sie hier die Lebensvorgänge der Bienen und ihre Bedeutung für das Gleichgewicht der Natur erfahren.

Schon das Gebäude selbst ist ungewöhnlich: Der Grundriss lehnt sich an die Körperform einer frisch geschlüpften Bienenlarve an. Die zentralen Baustoffe – Holz, Stroh und Lehm – sind nicht nur ökologisch hochwertig, sondern entsprechen auch den Materialien, aus denen früher Bienenkörbe erbaut wurden. Die gewölbten Wände und Decken schaffen ein besonderes Raumgefühl. In die  großen Panoramafenster, durch die die Gäste den Bienenflug beobachten können, sind die Bauten von zehn Bienenvölkern integriert, deren Summen den Innenraum durchdringt. Zudem gibt es eine Vorrichtung, mit der die Bienenstockluft in den Raum geleitet werden kann, um deren besondere Qualität unmittelbar sinnlich erfahrbar zu machen.

Dieser außergewöhnliche neue Veranstaltungs- und Begegnungsraum ergänzt die naturpädagogische Arbeit, mit der die Schaumburger Waldimkerei die Region bereits seit mehreren Jahren bereichert. Zuwegung und Sanitärbereich des Bienenhauses wurden bewusst barrierefrei gestaltet, um möglichst vielen Interessierten die Teilnahme an den zahlreichen Veranstaltungen zu ermöglichen. Diese reichen von Imkerlehrgängen über Vorträge zum bienenfreundlichen Gärtnern und philosophische Abende bis hin zu Meditationsangeboten oder Bienenmusik-Konzerten, bei denen die Musiker auch das Summen der Bienen einbauen. „Das Bienenhaus vermittelt auf eindrucksvolle Weise komplexe ökologische Zusammenhänge und den großen Wert der biologischen Vielfalt“, erklärt SAGST-Projektleiter Christian Wüst. „Die Besucherinnen und Besucher können hier erfahren, wie wichtig es ist, aktiv Verantwortung für Natur und Umwelt zu übernehmen.“