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Wertewandel im Umgang mit Sterben und Tod: Studie des Berlin-Instituts

Der Anteil alter und sehr alter Menschen in Deutschland wächst seit Jahren. Wie kann unsere Gesellschaft diesem demografischen Wandel begegnen und dafür Sorge tragen, dass Menschen ihren letzten Lebensabschnitt so verbringen, wie sie selbst es wollen und brauchen? Die von der Körber-Stiftung sowie der Software AG – Stiftung (SAGST) geförderte Studie „Auf ein Sterbenswort – Wie die alternde Gesellschaft dem Tod begegnen will“ hat diese Fragen in der Zeit von September 2019 bis Februar 2020 untersucht.

Durchgeführt wurde die Studie vom gemeinnützigen, unabhängigen Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Eine repräsentative Umfrage wurde beim Institut für Demoskopie Allensbach beauftragt. „Entscheidend ist bei dieser Untersuchung der Blick auf die individuellen Bedürfnisse am Lebensende – auch jenseits der rein pflegerischen und materiellen Versorgung“, betont Konrad Lampart, zuständiger Projektleiter bei der SAGST. „Die gewonnenen Erkenntnisse können konkrete Anregungen dafür geben, wie sich die Lebensumstände alter Menschen verbessern lassen. Das ist ein wichtiger, heilsamer Impuls für die Gesellschaft als Ganzes.“ In diesem Sinne sollen die Studienergebnisse nicht nur in verschiedene Bildungsangebote der Körber-Stiftung einfließen, sondern auch anderen interessierten Bildungsträgern und Kommunen zur Verfügung gestellt werden.

Für diese ambitionierte sozialwissenschaftliche Untersuchung seien sowohl das Berlin- als auch das Allensbach-Institut kompetente Projektpartner, so Lampart weiter. Nicht zuletzt freue sich die SAGST über den geglückten Generationswechsel innerhalb des Berlin-Instituts, das seit Anfang September 2019 mit der Bevölkerungsexpertin Catherina Hinz eine neue Direktorin hat. „Wir hoffen, dass diese Studie die dringend notwendige gesellschaftliche Debatte über Sterben und Tod weiter befeuert“, erklärt Lampart. „Diese Themen müssen enttabuisiert werden, damit Menschen im Alter eine Unterstützung erhalten, die ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen auch wirklich entspricht.“