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„Wir sind am liebsten draußen!“ – Im Wendland gehen Waldorf- und Waldpädagogik Hand in Hand

Die neu gegründete Waldgruppe des Waldorfkindergartens hat sich der Naturpädagogik verschrieben und auf dem Grundstück der alten Herrenmühle in Hitzacker den passenden Standort dafür gefunden. Seit August 2018 können hier 15 Mühlenhof-Kinder zwischen Feldern und Bachläufen toben und die Natur erkunden. Ein hölzerner Bauwagen, der auch als Spiel- und Aufenthaltsraum genutzt werden kann, dient ihnen dabei als Zufluchtsort bei Unwettern.

Darüber hinaus gibt es auf dem Mühlenareal auch eine überdachte Terrasse mit Tischen und Stühlen, einen Werkzeugschuppen sowie ein offenes Backhaus, in dem die Kindergartenkinder einmal in der Woche gemeinsam Brot backen. Auch landwirtschaftliche Tätigkeiten wie Säen, Pflanzen und Ernten können die Drei- bis Siebenjährigen auf dem ehemaligen Mühlengelände ausprobieren. Sie teilen es sich mit einigen Hühnern, einer kleinen Herde Hochlandrinder, ein paar Katzen und einem Hund. Dieser Kontakt und die Beziehung zu den Tieren ist ebenfalls Teil des waldorfpädagogischen Ansatzes, der durch naturpädagogische Einflüsse wie Wandertage, das Beobachten von Wildtieren in ihrem natürlichen Lebensraum sowie das Spielen unter freiem Himmel ergänzt wird – egal bei welchem Wetter.

„So wie der Waldorfkindergarten in Hitzacker“, erklärt Elke Rahmann, zuständige Projektleiterin bei der Software AG – Stiftung (SAGST), „greifen auch andere waldorfpädagogische Einrichtungen immer häufiger die Wald- und Naturpädagogik auf. Denn das spielerische Entdecken der Natur und die freie Bewegung fördern die gesunde Entwicklung der Kinder.“ „Dabei“, so beschreibt Rahmann das pädagogische Zusammenspiel weiter, „können die Jüngsten nicht nur den geschützten Rahmen der Waldorfpädagogik erleben, sondern auch die Natur als unmittelbaren Erfahrungsraum.“

Träger des Kindergartens ist die gemeinnützige Genossenschaft zur Förderung der Freien Schule Hitzacker, auf deren Schulhof sich morgens auch die Mühlenhof-Kinder treffen. Dort verabschieden sie ihre Eltern und werden von den Erzieher*innen in Empfang genommen, um gemeinsam zum Kindergartengelände zu laufen. Zukünftig soll an diesem Sammelpunkt nun eine Spiel- und Kletterlandschaft aus Holz entstehen, die nicht nur das Warten für die Kindergartenkinder bewegungsreicher gestalten will, sondern auch in den Pausen der Erstklässler*innen für mehr Abwechslung sorgen wird.