Die von uns geförderten Projekte sind
unsere Fenster in die Welt.

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Vielfalt fördern: IKJA unterstützt junge Geflüchtete

Junge Menschen, die als unbegleitete Geflüchtete in Deutschland ankommen, stehen vor vielen Herausforderungen: Sie müssen nicht nur traumatische Erlebnisse im Heimatland und auf der Flucht sowie die Trennung von oder den Verlust ihrer Familie verkraften, sondern auch den Neustart in einer fremden Kultur und Sprache bewältigen. Hier setzt der Verein IKJA (Internationale Kulturelle Jugend-Arbeit) in Hannover an: Im Rahmen seiner Sozial- und Integrationsarbeit begleitet er die Heranwachsenden wie auch Familien von Minderjährigen und gibt lebenspraktische Unterstützung. Seine PatInnen und LernpatInnen stärken die Jugendlichen darin, in der neuen Umgebung Fuß zu fassen und Perspektiven für ihre Zukunft zu entwickeln.

Das Konzept beruht auf der Überzeugung und Erfahrung, dass für eine nachhaltige Integration der stark belasteten 14- bis 26-Jährigen zunächst Vertrauen aufgebaut werden muss, damit diese wieder Mut und Hoffnung schöpfen können. Dafür sind die derzeit rund 120 Ehrenamtlichen unersetzlich. Viele einst sehr verzweifelte junge Geflüchtete konnten in den letzten Jahren beidseitig bereichernde Beziehungen zu ihren PatInnen aufbauen, die langfristig tragen.

Der Verein arbeitet mit unterschiedlichen Partnern zusammen, darunter Jugendhilfeeinrichtungen, Bildungsprojekte, aber auch TherapeutInnen und Beratungsstellen. „IKJAs kooperativer Ansatz sowie das Anliegen, die Jugendlichen als ganze Menschen in ihrer Entwicklung zu fördern und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, ist ganz im Sinne unserer Stiftung“, so SAGST-Projektleiterin Silvia Eller. „Alle Beteiligten erleben, wie wertvoll eine Kultur des Miteinanders für unsere Gesellschaft sein kann.“

Ob es darum geht, Nachhilfe zu organisieren oder allgemein bei der beruflichen Orientierung, Bewerbung und Ausbildungsplatzsuche zu helfen – das IKJA-Team steht den Heranwachsenden zuverlässig zur Seite. Während der Sommerferien veranstaltet es zudem Summer-Schools mit Deutsch-Intensivkursen sowie ergänzendem Sport- und Freizeitprogramm, an denen auch einheimische SchülerInnen und Studierende mitwirken. Dieser integrative Gedanke folgt ganz dem Vereins-Motto „Think different. Think one World“ und prägt auch das monatliche „Meet&Greet“, bei dem junge Einheimische und neuzugewanderte Teenager verschiedener Nationalitäten zusammen klettern, kochen oder Ausflüge unternehmen. Außerdem sind bei Kulturprojekten wie dem Jugendtheater „GET2gether“ in den vergangenen Jahren Schauspielstücke, Choreografien und Kurzfilme entstanden, die sich mit der Lebenswelt der jungen Menschen beschäftigen – auch dies eine Möglichkeit, sich kreativ mit der eigenen Identität sowie persönlichen Wünschen und Zielen auseinanderzusetzen.