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Wenn Pädagogik und Medizin gemeinsam auf Gesundheit schauen

Gruppenbild von der Lehrstuhleinweihung
Foto: S. Roth

Was Kinder und Jugendliche brauchen, um gesund großzuwerden, ist nicht allein eine medizinische Frage. Auch Erziehung, Unterricht und ihr Lebensumfeld spielen eine wichtige Rolle. Ein neuer Lehrstuhl an der Freien Hochschule Stuttgart untersucht diese Zusammenhänge und bringt dafür Medizin und Pädagogik enger zusammen.

Der Lehrstuhl für Gesundheitsforschung im Kindes- und Jugendalter wird von Prof. Dr. med. Jan Vagedes und Prof. Dr. med. Andreas Oberle geleitet. Er betrachtet gesundheitliche Entwicklung aus biologischer, psychologischer und sozialer Perspektive und untersucht, welchen Beitrag pädagogisches Handeln dazu leisten kann.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Prävention. Denn Faktoren wie Bewegung, Ernährung, Schlaf und Mediennutzung prägen die Gesundheit bereits früh. Untersucht wird auch, welche Rolle Schule und Elternhaus dabei spielen können. „Gesundheit ist kein fixer Status, sondern ein Prozess, an dem täglich gearbeitet werden kann – auch im Klassenzimmer, am Familientisch oder im Umgang mit Bildschirmen“, erklärt Jan Vagedes.

In seiner Arbeit knüpft der Lehrstuhl an bestehende Kooperationen mit Universitäten, Kliniken, Gesundheitsämtern sowie staatlichen und privaten Schulen an. Auch das von-Tessin-Zentrum für Gesundheit und Pädagogik ist ein wichtiger Bezugspunkt.

Der neue Lehrstuhl ist Teil der weiteren wissenschaftlichen Profilierung der Hochschule. Die Software AG – Stiftung (SAGST) begleitet diesen Ausbau. „Mit dem neuen Lehrstuhl entsteht ein Forschungsraum, der Medizin und Pädagogik miteinander ins Gespräch bringt und wichtige Impulse für ein gesundes Aufwachsen geben kann“, sagt Peter Augustin, geschäftsführender Vorstand der SAGST.