Die von uns geförderten Projekte sind
unsere Fenster in die Welt.

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Einblicke in Öko-Wirtschaft: Bildungsprojekt „Bio erleben“

Der Leipziger Verein Ökolöwe ist eine lokale Initiative mit beträchtlicher Schlagkraft: Seitdem UmweltaktivistInnen ihn während der Friedlichen Revolution 1989 gegründet haben, engagieren sich seine Mitglieder für Leipzigs Umwelt und eine lebenswerte Entwicklung der Stadt. Zu den Kampagnen im Bereich der Umweltbildung zählt das mittlerweile abgeschlossene Schulprojekt „Bio erleben“. Dazu kooperierten die Verantwortlichen mit mehreren ökologisch wirtschaftenden Betrieben – und das entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Auf dem Programm standen Besuche bei Bio-Höfen in Leipzig und Umgebung wie etwa dem Demeter-Betrieb Linke-Hof oder dem Landgut Theisewitz der Helene-Maier-Stiftung, das auch Menschen mit Behinderungen beschäftigt. Eine Bioland-Imkerei, mehrere Bio-Gärtnereien und -bäckereien, die Gemüsekooperative „Rote Beete“ und verschiedene Abo-Kisten-Betriebe sowie Naturkostläden waren ebenfalls mit im Boot.

„Angesichts der großen ökologischen Herausforderungen unserer Zeit ist es heute wichtiger denn je, bereits Kinder und Jugendliche für diese Themen zu sensibilisieren“, ist SAGST-Projektleiter Konrad Lampart  überzeugt. „Der Verein Ökolöwe führt eine beeindruckende Palette an Projekten und Aktivitäten auf einem hohen fachlichen Niveau durch – dieses Engagement wollten wir durch unsere Förderung gerne unterstützen.“ „Bio erleben“ erreichte SchülerInnen und Lehrkräfte von rund 45 Leipziger Schulen und vermittelte ihnen ein authentisches Bild von den Vorteilen des ökologischen Landbaus für Mensch, Tier und Umwelt. Im Fokus des Projekts standen SchülerInnen von Haupt- und Förderschulen, gerade auch solche mit eher holperigen Schulbiografien, um ihnen mögliche Ausbildungsoptionen und Berufsprofile in der Bio-Branche vorzustellen.

Entscheidend war dabei ein erlebnisorientierter Ansatz: Alle Exkursionen wurden in der Schule sowohl gründlich vor- als auch mit einem Aktionstag nachbereitet, um die nachhaltige Wirkung der neuen Eindrücke zu verstärken. „Dabei geht es auch um unsere Möglichkeiten als Verbraucher: Was können wir selbst tun, um ökologische Prozesse zu fördern?“, so Lampart weiter. Handfeste Anregungen dazu lieferten zum Beispiel Koch- und Backworkshops zur gesunden Ernährung, weitere Themen reichten von der Bienenhaltung über essbare Bio-Blüten und Kräuter bis hin zu Wissenswertem rund ums Brotbacken.