Die von uns geförderten Projekte sind unsere Fenster in die Welt.

   

Was wir fördern

Projekteinblicke

Unser Anliegen ist es, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit bestehendes Engagement und beispielhafte Projekte sichtbar zu machen. Darum rücken wir nicht nur in unseren Print-Publikationen die geförderten Initiativen und die Menschen dahinter in den Mittelpunkt, sondern haben auch auf unserer Website großen und kleinen Leuchtturmprojekten einen besonderen Platz eingeräumt.

An dieser Stelle möchten wir mit Kurzberichten über das aktuelle Projektgeschehen informieren sowie durch vertiefende Beiträge und Interviews einen möglichst anschaulichen Eindruck von den Initiativen vermitteln, die wir als Stiftung mit ermöglichen und begleiten dürfen.

Damit das gelingt, haben die Kolleginnen und Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit viele der beschriebenen Projekte gemeinsam mit den zuständigen Projektleiterinnen bzw. -leitern besucht und sich vor Ort ein eigenes Bild von den Organisationen und Menschen gemacht.

Ihre Beispiele sollen in Text und Bild anderen Engagierten eine Orientierung über die Fördermöglichkeiten der Software AG – Stiftung (SAGST) vermitteln und Mut machen, neue Wege zu gehen.

TUSCH: Schule trifft Theater

Das TUSCH Darmstadt gibt es seit 2011. Das Theaterprojekt für Schüler wurde vom Verein Freie Szene Darmstadt, ein Zusammenschluss freischaffender Theater, ins Leben gerufen. Die Idee zu TUSCH („Theater Und SCHule“) stammt aus Berlin. Dabei verbindet sich ein freies Theaterensemble mit einer oder mehreren Schulen. Im theatralen Austausch sollen so neue Kräfte auf beiden Seiten freigesetzt werden. Spielstätte des TUSCH Darmstadt ist das Theater Moller Haus.

Nadja Soukup, Projektleiterin von TUSCH Darmstadt, im Interview

Auf welche Herausforderung gibt Ihr Projekt Antworten?
Die Schüler*innen verschiedener Schulformen haben in der Regel kaum Kontakt miteinander. Das verhindert schon sehr früh das gesellschaftliche Miteinander und fördert Schubladendenken. Unser Projekt richtet sich daher bewusst an alle Schulformen und bringt die Schüler*innen in verschiedenen Formaten in den Austausch. In dieser Arbeit ist jeder Mensch ein Künstler und lernt sich gemeinsam mit einer Gruppe durch das Theater auszudrücken. Vorurteile können auf diese Weise abgebaut werden und das Selbstbewusstsein der Heranwachsenden wird gestärkt.

Was sind die Leitmotive Ihrer Initiative?
Die Arbeit auf Augenhöhe. Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Lehrer*innen und Theaterschaffende erproben in diesem Prozess Gestaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten, um unterschiedliche Vorstellungen des Zusammenlebens künstlerisch zu verhandeln. Die Präsentation vor einer breiten Öffentlichkeit ermöglicht es den Schülerinnen und Schülern, erste Theaterluft zu schnuppern.

Was sind die großen Herausforderungen, mit denen Sie zu tun haben?
Das System Schule lässt wenig Spielraum für Projekte, die nicht in einem 45-Minuten-Takt arbeiten. Fächerübergreifendes, forschendes Arbeiten ist in diesem System schwierig. Auch in diesem Sinne fordert TUSCH große Flexibilität von allen Beteiligten.

Welche Wirksamkeit erhoffen Sie sich?
Die Schüler*innen leben in ihrem individuellen Schulkosmos. Sie haben jenseits dieser vertrauten Umgebung häufig kaum Außenkontakte. Die Arbeit mit professionellen Künstler*innen gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Art des Ausdrucks zu erweitern und sich neu zu erfahren. Durch die Präsentation im Theater Moller Haus bauen sie Schwellenängste ab und vergrößern ihre Ortskenntnisse in Darmstadt.

Was ist beispielhaft an Ihrem Projekt und was können andere von TUSCH lernen?
Durch die Vernetzung und intensive Zusammenarbeit von Theatern der Freien Szene e.V., Staatstheater und den beteiligten Schulen wächst ein Netzwerk von interessierten Lehrer*innen und Schüler*innen die TUSCH über mehrere Jahre begleiten. So entsteht eine nachhaltige Auseinandersetzung mit den Kulturschaffenden dieser Stadt. Der Aufbau eines breiten Netzwerks ist die Basis dafür, möglichst viele Schüler*innen aus nicht-kulturaffinen Milieus an die Kulturinstitutionen dieser Stadt heranzuführen. Kultur wird so als Möglichkeit erlebt, sich politisch und aktiv in die Gesellschaft einzubringen.


Das „Lernwege“-Projekt des Pflege-Bildungszentrums an der Filderklinik will Theorie und Praxis der Pflegeausbildung noch besser verzahnen – und setzt auf kompetenzorientierte Zusammenarbeit und individuelleres Lernen.


Der Kindergarten Mühlenhof-Kinder in Hitzacker (Wendland) verbindet natur- und waldorfpädagogische Elemente. Dadurch entstehen Schutz- und Erfahrungsräume für 15 Kinder zwischen drei und sieben Jahren.


Wie nehmen ehemalige Schülerinnen und Schüler ihre Zeit an der Waldorfschule wahr? Wie betrachten sie den Unterricht aus der Retrospektive? Welchen Einfluss hat der Schulbesuch auf ihren weiteren Lebensweg? Anhaltspunkte und Antworten auf diese Fragen will eine neue Absolventenstudie geben, die 2020 im Beltz Juventa Verlag erscheinen wird.


Am 14.09.2019 fällt in Arheilgen der Startschuss für den vierten Durchgang des Darmstädter Diesterweg-Stipendiums (DWS). An diesem Samstag werden beim Aufnahmefest im Muckerhaus 17 neue Stipendienfamilien feierlich begrüßt und offiziell in das zweijährige Bildungsprojekt aufgenommen.