Charité-Zentrum wird WHO-Knotenpunkt für Integrative Medizin
Als europaweit größte Einrichtung dieser Art verbindet das im Sommer 2025 eröffnete Kompetenzzentrum der Berliner Universitätsklinik akademische Exzellenz mit der Vielfalt integrativer Therapieverfahren. Im Rahmen der vierjährigen WHO-Kooperation unterstützt es als europäischer Knotenpunkt die Aktivitäten des Global Traditional Medicine Centre (Gujarat, Indien) zur Stärkung traditioneller und integrativer Heilverfahren.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, die wissenschaftliche Evidenz komplementärer Therapieansätze systematisch zu prüfen, weiterzuentwickeln und international zugänglich zu machen. Im Fokus stehen klinische Forschung, die Integration bewährter Verfahren in bestehende Gesundheitssysteme sowie gesundheitspolitische Forschung und Wissenstransfer. Geplant sind u. a. Pilotstudien, die Auswertung von Versorgungsdaten sowie die Entwicklung praxisnaher Rahmenkonzepte für Entscheidungsträger. Geleitet wird das Zentrum von Prof. Dr. med. Georg Seifert und Dr. Hiba Boujnah.
Die SAGST unterstützt die Arbeit im Feld der Integrativen Medizin seit vielen Jahren und gehört zu den Hauptförderern des CCCTIM. „Der Schulterschluss mit der WHO zeigt, dass Integrative Medizin kein Randthema ist, sondern ein zukunftsweisender Ansatz für eine patientenorientierte Gesundheitsversorgung“, so SAGST-Vorstand Dr. Johannes Stellmann. „Indem wir unterschiedliche medizinische Wissensbestände in einen konstruktiven Dialog bringen, entsteht ein Gesundheitsverständnis, das kulturelle Vielfalt respektiert und zugleich hohe wissenschaftliche Standards wahrt – zum Nutzen von Patientinnen und Patienten weltweit.“